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hallo,
während der letzten 10 jahre, in denen ich mich habe massieren lassen, bin ich auch wesentlich kritischer geworden. blaue flecken sind ein no-go, jedoch ist man meistens hinterher erst schlauer.
die professionellste massage bekomme ich nach wie vor immer in der massageschule des wat pho, aber nicht im kloster, sondern auf der anderen straßenseite zum fluß hin, denn dort ist das ausbildungszentrum.
die schönste massage war auf koh pha-ngan vor 11 jahren inmitten eines bambushaines am meer durch eine alte lady, die bisher nur im dorf die bewohner dort massierte. tolles ambiente, und traditioneller thai geht wohl nicht.
die schlechteste war wohl dieses jahr in der nähe der khao san in bangkok (während der unruhen wollte ich nicht allein auf die fähre zum wat pho), da schlief die massagefrau ein, während sie weiter auf meinen kniescheiben herumdrückte (siehe auch blog unten).
ein gutes kriterium ist meiner erfahrung nach (wie in restaurant auch), ob viele einheimische unter den kunden sind. die wissen am besten, was gut oder schlecht ist. und wenn es einem hinterher total gut geht, sollte man sich die location merken und immer wieder hingehen zur gleichen person.
ich bin bekennende bloggerin. und zum thema hatte ich auch einmal etwas veröffentlicht, was ich hier gerne einstelle:
Thaimassage ist berühmt und - von ausgebildeten Masseuren z.B. im Wat Pho in Bangkok ausgeführt - auch sehr zu empfehlen. Während ich die traditionelle Variante - ohne Öl - bevorzuge, hat sich mein Mann für die ölige Version begeistert. Ja nun... Eines Tages waren wir während eines tropischen Wolkenbruchs sowieso gezwungen, ein festes Dach über den Köpfen zu suchen. Aaaah! Da ist ein Massage Schild! und: Aaaaaaaaaaaah! ein Zertifikat aus dem Wat Pho hängt auch an der Wand (was im fake-it-all-country Thailand nicht immer eine 100%ige Garantie ist... Aber was soll’s!). Hinein! Wir äußerten unsere Wünsche. Ich legte mich auf die (immer saubere!) Matte; Roland verschwand hinter dem Vorhang (Ölmassage geht nur nackig bzw. im Slip). Die Öl-Massage-Thai kommt aus dem Hinterzimmer, eine kleine Flasche Öl in der Hand, geht hinter den Vorhang, sieht diesen Berg von einem Mann (selbst für europäische Verhältnisse), schaut auf die Ölflasche, dreht um und kommt mit einem Ölkanister wieder!!! Mei pen rei... wir haben noch heute sehr viel Spaß an der Story...
Ich versuche ja seit Jahren die Sprache zu lernen – mit mehr oder minder großem Erfolg. Manchmal werde ich auch verstanden, manchmal nicht. Mein Ziel ist es, irgendwann zur Massage zu gehen, in Englisch meine Wünsche zu äußern, mich auf die Matte zu legen und die zwitschernden Mädchen zu belauschen. Ein des Thai mächtiger Freund meinte, das mache er öfters und die lästern ziemlich viel. Nun, mein Thai reicht nicht annähernd aus, dem Gewisper inhaltlich zu folgen. Also habe ich mir vorgenommen, nach einer Weile dem Mädchen auf Thai zu sagen, dass mir der Rücken hier wehtäte. Den Satz beherrsche ich nämlich. Ich lasse sie daher eine Weile tuscheln, dann sage ich meinen Thai-Satz und ergötze mich an den entsetzten Blicken, die wie Blitze zwischen den beiden Mädchen hin- und herzuckten. Au weia! Die versteht uns! Der Rest der Massage war Schweigen und ich fand mich angenehm gemein.
Ein andermal lag ich wieder auf der Matte. Es war schon Spätnachmittag an einem brütendheißen Tag; sogar die Einheimischen schwitzten und waren groggy. Thaimassage beginnt immer an den Füßen. Als die – schon etwas ältere Dame – bei den Knien angelangt war, wurden die Bewegungen immer langsamer und gingen auch nicht so recht von der Stelle. Komisch, dachte ich und blinzelte, um zu sehen, was da los sei. Und was sah ich? Die Frau war eingeschlafen, drückte aber mechanisch immer noch an meinen Knien herum. Als ich anfing zu lachen, wachte sie auf und lachte ebenfalls, entschuldigte sich und der Rest der Massage war dann auch wirklich okay.
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